Vom Schreiben-Müssen

In einem Beitrag von Radio SRF erklärt die Literatursoziologin, Carolin Amlinger, die im Rahmen einer Studie rund 20 Autorinnen und Autoren zu ihren Lebensrealitäten befragt hat, sie sei überrascht gewesen, dass viele Schriftsteller*innen nach wie vor stark an der Vorstellung festhielten, dass sie gar nicht anders könnten, als zu schreiben. Sie habe, so die Soziologin weiter, mit viel abgeklärteren, pragmatischeren Personen gerechnet.

Stattdessen die Erkenntnis: Es gibt ihn also doch (noch), diesen inneren Drang des Autors, der Autorin, sich kreativ (schreibend) auszudrücken, auch wenn der gesunde Menschenverstand – lies: der knallharte Literaturbetrieb – einem zu etwas Anderem rät.

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Über das Recherchieren

Wer nicht gerne recherchiert, sollte auf keinen Fall einen historischen Roman verfassen. Gute Recherche braucht einen langen Atem. Sie ist gewissermassen eine Ausdauersportart. Und Ausdauer hat man gewöhnlich nur bei Dingen, die man gerne tut.

In der Tat kann einem das Recherchieren manchmal vorkommen, wie wenn man einen hohen Berg erklimmen müsste. Es ist zeitraubend und anstrengend, aber auch spannend und lohnenswert – man denke nur an die Aussicht, die sich einem von Berggipfeln aus bietet! Oder anders gesagt: Wenn sich unter einem das Panorama eines ganzen Zeitalters ausdehnt, erzählt es sich am besten.

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